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MdL Karl Straub beim Kickboxen

19.09.2019 | MdL Karl Straub
Foto: CSU-Abgeordnetenbüro Pfaffenhofen
Foto: CSU-Abgeordnetenbüro Pfaffenhofen

Hart, härter, herzlich

Äußerst ungewöhnlich dürfte für einen Politiker sein, dass er sich bei der auf den ersten Blick martialisch wirkenden Kickboxen neue Kraft für den Alltag holt. Karl Straub ist bayerischer Landtagsabgeordneter, der seit mehreren Jahren diese exotische Kampfsportart praktiziert - und er entspannt sich bestens dabei. Bei einem Trainings-Besuch in der Ingolstädter Kampfsport-Akademie Oyakata spricht er über seine Motivation.

Selbstbeherrschung, Mut, Fairness und Disziplin - auch außerhalb des Rings biete die intensive Beschäftigung mit Kickboxen neben dem kämpferischen Aspekt zahlreiche positive Nebenwirkungen, wie Straub erzählt. „Dabei schalte ich völlig ab von der Politik, bekomme den Kopf frei und lasse die vielfältigen Probleme, die diese anspruchsvolle Aufgabe ja täglich mit sich bringt, ein wenig hinter mir.“ Bereits seit über drei Jahren betreibt der CSU-Politiker diesen durchaus hart zu nennenden Sport. Beim dazu notwendigen täglichen Training ist er, so dies ob des meist gut gefüllten Terminkalenders möglich ist, zusammen mit seinem Sohn Jonas. „Der trainiert eigentlich die Kampfsportvariante K-1, bei der Techniken aus dem Boxen, Karate, Muay Thai, Taekwondo, Kickboxen, Savate und anderen Kampfsportarten kombiniert werden - was für Laien schwer durchschaubar ist“, so Straub. Erst im vergangenen Juli wurde der 17-jährige Jonas in Amberg Süddeutscher Meister im Kickboxen und hat sich unlängst für die kommende Weltmeisterschaft in Irland qualifiziert. Weitere Meistertitel räumte er ebenfalls schon ab. Mit einem Augenzwinkern sagt der stolze Vater: „Ein bisserl ärgerlich ist es schon für mich, dass er wesentlich besser ist als ich.“ Oyakata-Trainer Maik Hofmann lächelt dazu etwas schelmisch.

Respekt, das A und O im Leben wie im Sport

Während der Konditionsübungen, gerade ist Seilspringen angesagt, kommt ein weiteres Thema auf: Über kämpferischen Fähigkeiten zu verfügen kann außerhalb des Ringes natürlich noch zur Selbstverteidigung genutzt werden „In diese Verlegenheit bin ich aber gottlob noch nie gekommen“, erzählt der drahtige 48-Jährige. Wie alle seriösen Kampfsportler wüssten, sei ohnehin immer noch die beste Selbstverteidigung, schnell laufen zu können. Wenn notwendig, schadet ein ausgeprägter Kampfeswille nicht. Auch beim argumentativen Schlagabtausch im Plenum, dort jedoch freilich ohne Mundschutz, ist er von Vorteil. „Respekt vor dem Gegner zu haben das oberste Gebot“, meint Straub überzeugt. Jeder, der mal im Boxring gestanden habe, kenne diesen Grundsatz ganz genau. An der Kampfsportschule begeistere ihn besonders, dass man „wirklich tolle Menschen kennenlernt und der soziale Hintergrund im Umgang miteinander keine Rolle spielt. Genau so sollte es abseits des Rings ja auch sein.“ Im Training sei er „mit super coolen Leuten zusammen, da schaffe ich so einiges“, sagt Straub während einer seiner anstrengenden Konditionsübungen.

Magerquark zum Frühstück

Der CSU-Abgeordnete achtet in der Landtagskantine wie auch im privaten Zuhause auf eine ausgewogene Ernährung. Während etwa Jonas meist Haferflocken zum Frühstück verspeist, begnügt sich sein Vater mit Magerquark. Auf Kaffee wolle er dabei aber nicht verzichten, wie Straub betont. Er sei außerdem Frühaufsteher und schon beim Laufen, wenn die restliche Familie noch schlafe. „Meine Sportsachen habe ich immer dabei, auch wenn ich im Landtag in München bin“, so Straub. Da komme es schon ab und an vor, dass er vor einer Ausschuss-Sitzung um fünf Uhr früh noch schnell ein paar Runden im Englischen Garten dreht. Im heimischen Wolnzach sind oftmals neben Jonas Straubsdreijähriger Hund Simmerl zusammen mit dem fünfjährigen Vierbeiner Oskar treue Begleiter, die beim vorgelegten Tempo des Herrchens mithalten können. Bei nur wenigen Sportarten werden übrigens so viele Bereiche des Körpers gefordert, obendrauf eine schnelle Reaktionsfähigkeit und das Beherrschen des Gleichgewichtssinns geübt.

Schlagkräftig – auch im Ring

 Öffentlich erst richtig bekannt wurde Straubs Faible für das Kickboxen anlässlich eines Benefizkampfs im Stadttheater Ingolstadt bei der„Gladiator-Fight-Night“ vor etwas mehr als einem Jahr. Dort kämpfte er traditionell boxend, also nur unter Einsatz von Faustschlägen und eher versetzt als frontal im Ring stehend, gegen den Ingolstädter FDP-Stadtrat Karl Ettinger - und schlug sich dabei tapfer. Den Erlös aus der Veranstaltung spendete Straub einer Organisation, die sich für das Wohl von Kindern einsetzt.

Die Reaktionen der Landtagskollegen nach diesem Kampf fielen höchst unterschiedlich aus. „Natürlich bin ich auch aufgezogen worden, einige fanden es schon kurios, andere scherzten ‚Tu mir bitte nix' bei einer Begegnung auf den Fluren des Maximilianeums. Das alles habe ich freilich mit Humor genommen.“ Manche hätten aber auch durchaus besorgt danach gefragt, so Straub, ob er sich denn nicht lieber eine andere, weniger harte Sportart suchen wolle. Am Ende des über einstündigen Trainings, mit und ohne Pratzen, ungezählten Liegestützen und Medizinballwürfen, Sit-ups und sonstiger Pein, steht Straub der Schweiß nicht nur auf der Stirn, sondern so gut wie überall am Körper. Jetzt nur noch einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche, dann tief durchatmen. Am kommenden Tag heißt es wieder: früh raus, laufen und die Kondition erhalten.

Karl Straub, MdL

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