18.04.2016, 10:12 Uhr | MdL Karl Straub
Mit Sorge betrachtet MdL Karl Straub, Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand im Bayerischen Landtag, die Diskussion um die Unterstützung des Landkreises Pfaffenhofen für ein „Digitales Gründerzentrum“ für die Region 10. Im Kreisausschuss hatten die Räte von SPD, Grünen und ÖDP Vorbehalte gegen das regionsweite Gemeinschaftsprojekt geäußert und gegen das Gründerzentrum votiert. „Noch liegen die Debatten über die Sparkassenfusion nicht weit zurück – und wir müssen aufpassen, dass wir uns hier nicht schon wieder von der Region 10 ein Stück weit entfernen“, appelliert MdL Straub ausdrücklich. Für dieses wichtige Zukunftsthema „Digitalisierung“ müsse die gesamte Region 10 an einem Strang ziehen.
Worum geht es? Die Bayerische Staatsregierung möchte mit einer gezielten und innovativen Wirtschafts- und Technologiepolitik den Freistaat Bayern zum Top-Gründerland in Deutschland entwickeln. Den Schlüssel dazu sieht man in der „Digitalisierung“, die nahezu alle Wirtschaftsbranchen vor große Herausforderungen stelle und neue große Chancen und Geschäftsperspektiven eröffne. In jedem Regierungsbezirk entsteht ein zentraler Anlaufpunkt für Existenzgründer im Bereich Digitalisierung. Die Stadt Ingolstadt bewirbt sich zusammen mit den Landkreisen der Region 10, mit der THI und der KU Eichstätt Ingolstadt für ein „Digitales Gründerzentrum“. An dem Digitalen Gründerzentrum sollen sich die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen mit jeweils 340.000 Euro beteiligen. Bis Mitte Mai müssen die Bewerbungs-Unterlagen im Bayerischen Wirtschaftsministerium vorliegen. MdL Straub weiß, dass es sich bei dem „Digitalen Gründerzentrum“ um ein sehr begehrtes Projekt innerhalb Oberbayerns handelt. Die Chancen, den Zuschlag zu erhalten, stünden laut Straub für Ingolstadt und die Region 10 sehr gut. Karl Straub zeigt sich überzeugt, dass „wir den Landkreis Pfaffenhofen nur zusammen mit der Region 10 mittelfristig und langfristig in eine gute Zukunft führen können“. Eine „Ingolstadt-Phobie“ dürfe nicht um sich greifen, so Straub. Das sehe Gott sei Dank auch Landrat Martin Wolf so, der immer auch über den Tellerrand schaue und so den Landkreis in vorbildlicher Weise voranbringe. Ein Landrat für den Landkreis Pfaffenhofen müsse immer auch ein Landrat für die Region 10 sein. Digitale Gründer seien ein unverzichtbarer Baustein zur weiteren Digitalisierung der bayerischen Wirtschaft, so Straub weiter. Sie zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität und äußerst schnelle kreative Umsetzung aus. Durch eine gute Vernetzung und Verbundenheit mit den etablierten Unternehmen und den Universitäten und Hochschulen werde das die ganze Region 10 stärken, zeigt sich Straub überzeugt. „Wir müssen daher die Chancen nutzen, nach vorne gehen und die digitalen Zukunftsfelder besetzen - gerade auch für unsere Mittelstandsbetriebe ist das von allergrößter Wichtigkeit!“, so MdL Straub. So ergebe sich die Chance für die Region 10, eine Art kleines „Silicon Valley“ Deutschlands zu werden. Hoffnung mache, so Straub, dass der Fraktionsvorsitzende der SPD signalisiert habe, nach näherer Betrachtung und mehr Informationen doch im Kreistag dem „Digitalen Gründerzentrum“ zustimmen zu können. Es gehe hier nämlich nicht nur um eine Mehrheit, die sicher aus CSU und Freien Wählern herzustellen wäre, sondern um eine möglichst breite Zustimmung im Kreistag.