ZURÜCK

MdL Karl Straub bei Umweltministerin

14.10.2014, 11:20 Uhr | MdL Karl Straub

Auf Initiative von MdL Karl Straub fand im Umweltministerium ein Gespräch mit der Bayerischen Staatsministerin für Umwelt und Gesundheit, Ulrike Scharf, statt, bei dem verschiedene Fragen rund um das Flutpolderkonzept der Staatsregierung diskutiert wurden. Im Mittelpunkt standen dabei die Pläne der Staatsregierung, bei Katzau einen gesteuerten Flutpolder zu errichten.
Umweltministerin Scharf bekräftigte in dem Gespräch den entscheidenden Nutzen der gesteuerten Flutpolder entlang der Donau für 120.000 Menschen. Denn mit gesteuerten Flutpoldern könne die Hochwasserwelle der Donau um mehr als 10 Prozent gekappt werden. Scharf betonte dabei aber auch die enge Einbeziehung der Bevölkerung: „Wenn durch den Bau eines gesteuerten Flutpolders Verschlechterungen für Dritte eintreten, die nicht ausgeglichen werden können, wird der Flutpolder nicht gebaut. Bei den Grundwasserverhältnissen im Raum Katzau ist große Sensibilität gefordert. Es darf keinesfalls dazu kommen, dass die Menschen dort Wasser in ihren Häusern haben. Wir setzen bei allen Schritten auf Offenheit und Dialog. Dazu werden wir vor Ort intensive Gespräche mit den Bürgern führen. Die Anregungen aus den Gesprächen werden in die anschließenden förmlichen Verfahren einfließen."
Um ausreichend Zeit für die weiteren Schritte zu haben, sollen auf den geplanten Polderflächen vollendete Tatsachen verhindert werden – beispielsweise Bauvorhaben, die die Errichtung eines gesteuerten Flutpolders erschweren können. Deshalb wird durch das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt derzeit auch am möglichen Standort Katzau die sogenannte vorläufige Sicherung der Flächen vorbereitet.
In einer Studie hatte die TU München entlang der Donau 12 Standorte für die Errichtung von gesteuerten Flutpoldern identifiziert. Insgesamt könnte damit ein Rückhaltevolumen von 136 Millionen Kubikmetern geschaffen werden. So können - zusammen mit den anderen Hochwasserschutz-Maßnahmen - Schäden wie beim Jahrhunderthochwasser 2013 vermieden und bei noch extremeren Hochwässern entscheidend verringert werden.